Workshop am 20.01.2018 15:00 – 18:00

Noch nie im Chor gesungen, aber neugierig darauf, wie sich das anfühlt?

Fasziniert von harmonischer Mehrstimmigkeit, aber keine Vorstellung, wie das eigentlich gemacht wird? Ganz neu im Chorleben und noch keinen Plan?
Dann bist Du hier richtig.
Arbeitsmaterial wird gestellt. Bei der Anmeldung kannst Du gerne Deine präferierten Musikstile angeben (Volkslied, Klassik, Pop), damit die Beispielstücke allen Spaß machen.
Vorkenntnisse brauchst Du natürlich nicht, nur einen Bleistift und die Bereitschaft, Dich auf neue Erfahrungen einzulassen.

Workshop 1. Teil

Chorleiter und Gesangslehrer Sebastian Bielicke bietet eine Kost-Probe in zwei Teilen:
In der ersten Hälfte dieser Einführung geht es um Deine Stimme selbst und die praktische Arbeit in der Gruppe. Die verschiedenen Bereiche der Gesangstechnik (Körperatmung, Kehlfertigkeit, Vokalklang, klare Aussprache) werden systematisch vorgestellt und an schwungvollen Kanons ausprobiert.
Nebenbei wird Dir vermittelt, wie ein solches Ensemble und sein Leiter effektiv und konzentriert zusammenwirken, um schöne Akkorde hervorzuzaubern.

Workshop 2. Teil

Nach der Pause wenden wir uns dem wichtigsten Hilfsmittel des Chorsängers zu: Den Noten.
Wenn Du von der Fülle fremdartiger Zeichen bisher meist verwirrt warst oder an den Noten vorbei stets nur auf den Text geschaut hast, bekommst Du hier einen knappen Überblick in den Bereichen Tonhöhen/Melodie, Tonlängen/Rhythmus und Sonderzeichen. Dabei wird alles auf leicht fassliche Weise erklärt und sofort auf einfache Liedsätze angewandt.

Der Teilnahmebeitrag liegt bei 25 EUR pro Person. Du kannst Dich auch telefonisch oder per Mail anmelden.

Birgit Schmitz
Vorsitzende
Eisenhansweg 1
22457 Hamburg
Telefon: 040 / 500 05 45
E-Mail: birgitschmitz01@t-online.de

 

Bericht vom Workshop einer Teilnehmerin:

„Wie geht eigentlich … Chor?“ Zur Beantwortung dieser Frage hatte der Langenhorner Gesangverein alle Interessenten und Neu- sowie Wiedereinsteiger in das Chorleben in das LALI Börner Kulturhaus, dem Probenort des Vereins, eingeladen. Die Veranstaltung fand unter der Leitung von Dipl. Musiklehrer und Chorleiter Sebastian Bielicke an einem Samstagnachmittag im Januar des Jahres statt.

Der Workshop war unterteilt in einen praktischen Teil zur Stimmbildung (u.a. Haltung, Atmung, Vokal- und Konsonantenbildung) und einen Theorieteil zur Notenkunde, Tonhöhen und Rhythmus. Den Mitgliedern des Vereins war eine kostenlose Teilnahme ermöglicht worden, damit geübte Stimmen zur Verfügung standen, an denen sich die Neueinsteiger orientieren sollten. Etliche Mitglieder waren diesem Aufruf gefolgt und wollten bei der Gelegenheit gerne mehr über den Sinn und Zweck der Stimmbildung erfahren, die jeder Chorprobe dreißig Minuten lang vorangeht. Andere Teilnehmer wollten erfahren, wie sie Heiserkeit und Stimmfehlbelastungen vermeiden können oder allgemein ihre Kenntnisse auffrischen und vertiefen.

Schnell wurde allen Teilnehmern im Vergleich klar, wie sich eine müde, schlechte Haltung und eine wache, aufrechte Haltung auf den Gesang auswirken. Welche Übungen können SängerInnen machen, um sich in eine wache, fitte Haltung zu bringen? Dann wurde die Bauchatmung aktiviert, damit für hohe und tiefe und auch lange Töne oder Singphrasen genug Luft vorhanden ist. Die Stimmbänder wurden aufgewärmt, um einen schonenden, gesunden Einstieg in den Gesang zu ermöglichen.

Besonders Spannend fanden die Teilnehmer die Übungen zur Artikulation der Vokale, die von der Mundöffnung und Lippenformung und Zungenhaltung abhängt. Wo muss eigentlich der Bauch wackeln, damit die explosiven Konsonanten auch richtig explodieren? Welche Mitlaute gibt es außerdem und was sind ihre Besonderheiten? Die Theorie wurde hier gleich praktisch umgesetzt.

Im theoretischen Teil ging es um Basiswissen wie die Notenausgabe (wie können Chorstücke aussehen, die den SängerInnen ausgehändigt werden), welche Vorzeichen gibt es, welche Bedeutung haben Noten und Pausenwerte? An kleinen Übungen zum Rhythmus konnte jeder seine Notenkenntnisse anschließend überprüfen. Interessant und nicht ganz einfach – selbst für Erfahrene – war in dem Zusammenhang die Rhythmusverschiebung einer Synkope.

Zum Nachlesen hatte Seminarleiter Sebastian eine umfangreiche Mappe zusammengestellt. Der Workshop und insbesondere die Stimmbildung wurden sehr positiv bewertet, und es wurde bereits Interesse an einer Fortsetzung bekundet. Ich selber bin stets fasziniert, wenn unser Chorleiter unerwartet in der Probe bestimmte Körperbewegungen oder Lockerungsübungen verlangt, um dadurch sofort einen besserer Klang des Chores zu erreichen. r.s.